Wirkstoffe & Wirkung


Für die psychoaktive Wirkung von Hanf ist vor allem der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) verantwortlich. Diese Wirkung wird aber von den weiteren enthalten Cannabinoiden beeinflusst und entsteht somit erst durch eine Wechselwirkung verschiedener Substanzen. Vor allem das Cannabidiol (CBD) spielt bei dieser Wechselwirkung eine große Rolle, da durch dieses CBD die Wirkung von THC unterbunden wird. Daher sind Drogenhanfzüchter bemüht den CBD - Gehalt gering zu halten. Des Weiteren wirkt es angstlösend und schmerzhemmend. Daneben gibt es noch das Cannabinol (CBN) und die Cannbichromen (CBC). Cannabinol wirkt eher antibiotisch und beruhigend, Cannabilchromen unterstützen die schmerzhemmende Wirkung des THC und wirken ebenfalls beruhigend.
Es gibt noch eine große Anzahl weitere Cannabinole, die aber noch nicht pharmakologisch bekannt sind. Außerdem finden sich in Blättern und Harz ätherische Öle. In den Samen sind aber auch Lignane enthalten. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in mehreren Studien eine krebs- und allergiehemmende Wirkung zeigten.
Die Wirkung von Cannabisprodukten entsteht also nicht nur vom THC allein. Vielmehr finden sich im Cannabisharz viele Substanzen mit unterschiedlichen Wirkungen, die sich gegenseitig verstärken oder hemmen. Daher ergeben sich je nach genauer je nach Wirkstoffgehalt und prozentueller Verteilung der Cannabisprodukte verschiedene Wirkungsweisen.

Hanföl


Das aus den Samen der Hanfpflanze gepresste Hanföl ist vor allem in der Küche wegen seiner ausgezeichneten Kombination von ungesättigten Fettsären sehr beliebt.
Es enthält alle für den Körper essentiellen Fettsäuren: (Angaben pro 100 Gramm)

Fettsäuren


Diese Fettsäuren wirken sich auf den Körper sehr positiv aus:

Ölsäure:
Wichtigster Vertreter der ungesättigten Fettsäuren. Sie kommt fast in allen natürlichen Ölen und Fetten vor. Ölsäure spielt vor allem beim Zellaufbau von Kindern eine wichtige Rolle und wirkt sich zusätzlich positiv auf die Lernfähigkeit von Kindern aus.

Linolsäure:
Ungesättigte Fettsäure und ein wichtiger Nährstoff für den Körper. Sie kommt vor allem im Distel-, Sonnenblumen- und Hanföl in hohem Maße vor und gehört zur Gruppe der Omega 6 – Fettsäuren. Nicht zu verwechseln mit der Linolensäure. Die Linolensäure verringert vor allem das Thromboserisiko (Herzinfarkt) und ist wichtig für Erhaltung einer gesunden Haut. (daher findet sie oft Anwendung in der Kosmetikindustrie) Ein weiterer Vorteil dieser Fettsäure ist, dass sie entzündungshemmend wirkt.

Alpha-Linolensäure:
Sie gehört zur Gruppe der Omega 3 – Fettsäuren und ist vor allem im Leinöl und Hanföl enthalten. Diese Säure spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in Entzündungsprozessen. Weiters wirkt sie sich positiv auf die Gesundheit des Herzen aus und zeigt herzschützende Effekte.

Gamma-Linolensäure:
Diese Fettsäure gehört zur Gruppe der Omega 6 – Fettsäuren und kommt im u. a. im Granatapfelsamenöl, Hanföl und Borretschöl vor. Sie beeinflusst z. Bsp. Entzündungen, Hautverbrennungen, Akne und Neurodermitis günstig.

Gadoleinsäure:
Die Gadoleinsäure ist eine sehr seltene Fettsäure. Sie kommt im Hanföl nur zu einem sehr geringen Teil vor. In nennenswerter Konzentration tritt sie nur im Jojobaöl (bis zu 70%) auf.

Palmitinsäure:
Sie kommt in sehr vielen pflanzlichen und tierischen Fetten und Ölen, wie z. Bsp. Stillingiaöl, Butterfett, Kakaobutter, Palmöl vor. Palmitate werden vor allem in der Kosmetikindustrie verwendet.

Stearinsäure:
Diese Fettsäure wird durch Verseifung aus pflanzlichen und tierischen Ölen und Fetten gewonnen. Sie wird in der Lebensmittel- und Arzneimittelindustrie eingesetzt, da sie vor allem die Haut vor äußeren Einflüssen schützt und leicht verträglich ist. Die Palmitinsäure entfaltet eine ähnliche Wirkung.

Stearidonsäure:
Gehört zur Gruppe der Omega 3 – Fettsäuren und weist ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung auf. Sie tritt vor allem im Schwarzen Johannisbeeröl in Erscheinung.

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